Träume kommen und gehen

Ich erinnere mich zu gut an den letzten Gedankenbeitrag aus dem Monat Mai. So lang ist dieser eben noch gar nicht her. Und trotzdem bewegte mich dieser Zeitraum sehr. Meine zweite Hälfte ist aus dem lang ersehnten Auslandsjahr wieder zurückgekehrt, neue Menschen bereichern meine Zeit und neue Gedanken ziehen auf. Nicht nur für mich (gaaanz) privat, sondern auch im Berufsalltag. Deswegen wird es demnächst eine große Umstellung geben, damit ich wieder in Fahrt kommen kann. 

Noch so eine Veränderung? 

Ja, und sie ist notwendig, damit ich für mich selbst auch weiter kommen kann. Die Zeiten, in denen ich so gern genäht habe und jede Kleinigkeit toll fand, hat nun ausgedient. Inzwischen weiß ich manchmal gar nicht, für wen und was ich am Besten nähen kann, damit es nicht in irgendeiner Kiste vergammelt. Aber irgendwann haben die Verwandten auch alles, was man gebrauchen könnte und wenn wir ganz ehrlich sind – alle zwei Wochen irgendwelche Näh- oder Bastelgeschenke sind doch rausgeworfenes Geld. Und selbst die Verwandten wollen irgendwann nichts mehr haben, was sie nicht gebrauchen können. Kinder sind in unserer Familienplanung noch nicht geplant, weshalb das Nähen von Kindersachen vollkommen uninteressant für mich bleibt. Aber trotzdem möchte ich gerne meine Rucksäcke nähen und verschiedene Varianten ausprobieren und mich weiterentwickeln. Und das geht nur mit einer Veränderung.

Was ist das nun für eine Veränderung? 

In einigen Monaten möchte ich einen Online-Shop eröffnen, in dem ich genähte, gestrickte, gestaltete Produkte, die mit den eigenen Händen entstanden sind, verkaufen möchte. Es wird keine „Produktion“ in diesem Sinne geben, dass ich auf Wunsch tolle Sachen nähen werde. Es ist vielmehr als Gelegenheitsverkauf gedacht. Ich nähe aus Freude, aber ich brauche nicht immer alles davon, weshalb diese Sachen meist verstauben. Stattdessen würde ich sie lieber für einen Taler an Menschen verkaufen, die sich über solche Sachen freuen und meine Erfahrungen kann ich trotzdem machen – Win-Win-Situation und endlich die Chance mich selbst wieder mit Nähen zu beschäftigen. 

Aber nicht nur inhaltlich soll es endlich wieder tiefgründiger gehen, sondern auch WEG von diesem Kitschdesign mit Pünktchen und Kochlöffel. Der Herzensritter und die gute zweite Hälfte sind bisher begeistert von dem, was ich als schlicht und einfach interpretiere und auf der Seite verändert habe. Dennoch muss ich etwas aufpassen, dass ich nicht nochmal in diesen Kitschkram zurückfalle. Im Großen und Ganzen bin ich damit sehr zufrieden und hoffe, dass ich damit auch meine Leser(innern) mitreißen kann. 

Ein weiterer Punkt ist das Media Kit, auf das ich zwischendurch schon gestolpert bin – zu oft. Und ich sehe diesen Zeitpunkt kommen, in dem ich nach einem Media Kit gefragt werde. Deswegen habe ich mich dahingehend mit dem Thema Media Kit auseinandergesetzt. Für’s erste sehr erfolgreich, wenn man mich fragt. Zwei Seiten mit bisher noch spärlichen Informationen, aber sie genügen für den Anfang – jeder fängt doch klein an.

Neue Ideen und Inspirationen werden nun in ein seperates Notizbuch eingetragen, damit ich endlich mal eine Übersicht über mein Materialbedarf habe und wie ich ihn am besten einteilen kann. Bisher stehen zwei klasse Ideen im Buch, mit denen ich hoffentlich schon einen guten Einstieg erleben kann. 

Kann das funktionieren, wie du dir das vorstellst? 

Ja, warum nicht? Träume sind dazu da, um sie zu verwirklichen. Der eine hat kleine Träume, der andere große Träume. Der Aufbau eines kleinen Online-Shops ist ein kleines Träumchen, der es mir ermöglicht endlich wieder nähen zu können. Ohne daran denken zu müssen „Was kann ich gut gebrauchen und selbst nähen?“. Diese Frage fällt weg. Es wird einfach genäht und sich erfreut, wenn es dann auch noch verkauft werden kann. Der Rücken ist gestärkt und die Freude auf die steuerlichen Sachen ist natürlich riesig – nicht. Aber für alles gibt es eine Lösung. 

Träume kommen und gehen. Die Kunst ist es, den Traum zu verwirklichen, bevor er wieder geht. 

2 thoughts on “Träume kommen und gehen

  1. Über so eine Shopvariante habe ich auch schon oft nachgedacht, aber mich immer gefragt, ob er der Verwaltungsaufwand lohnt. Abgeschreckt hatte mich immer die Sache mit dem Gewerbe. Ich habe zwar inzwischen eines, schon alleine wegen dem Blog, aber nach wie vor ist das für mich ein großes gruseliges Monster. Ich drücke dir daher für dein Vorhaben die Daumen.

    Ich habe auch oft versucht von dem Verspielten weg zu kommen, aber ich merke, ich lande dann doch immer wieder da. Habe mich irgendwie damit abgefunden, denn es scheint nun mal ein Teil von mir zu sein ;)

    Liebe Grüße und viel Erfolg,
    Sari

    1. Der Verwaltungsaufwand – bisher war es noch nicht die harte Arbeit, aber eine lästige. Manche Dinge fallen erst mittendrin ein, aber gut. Der Herzensritter sagte immer, dass ich es einfach versuchen soll. Mehr als keinen Gewinn und etwas Verlust zu machen kann nicht sein. Der erweiterte Gewerbeschein ist dabei das harmloseste von allem. ^^
      Ich bin gespannt, was kommt und was kommen wird. (: Danke dir!

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