Einfache Gemüsebratlinge

Heute: Thema Gemüsebratlinge. Als einigermaßen gute Köchin habe ich meist keine gute Meinung gegenüber dem Catering. Zumindest gegenüber denen, die selbst nicht frisch kochen und das Kartoffelpürre lieber aus der Tüte anrühren. In dem vorherigen Kindergarten war ich täglich frisch gekochtes Essen gewohnt und empfand es immer wieder als „beruhigend“ nicht mein selbstgekochtes Essen essen zu müssen. Denn sind wir mal ehrlich: das Essen, welches von jemand anderes zubereitet wurde, schmeckt meistens besser.  

Im jetzigen Kindergarten wird das Essen geliefert. Es muss geliefert werden, da die Küche seitens der Stadt nicht betrieben werden darf. Irgendwie war das so. Also bleibt das „frische“ Essen aus. Die Kinder erleben nicht, wie aus Kartoffel, Möhre, Mais etc. ein Gemüsebratling wird, können das geschnittene Lebensmittel nicht mehr der Ursprungsform zuordnen und lernen die Zubereitungsprozesse nicht kennen. Fazit, welches ich zu oft erlebt habe: „Schmeckt mir nicht!“ Ich kann es durchaus auch verstehen, dass dieser Satz aus den Mündern der Kinder kamen. Manchmal habe ich mich dann aber doch gefragt, wie es sein kann, dass es permanent nicht schmecken kann. Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn sie wüssten, was in einer Küche passiert, sie es öfter und lieber essen, als das was 200km zu uns geliefert wird. 

Da wir bereits einen Catererwechsel hinter uns haben, konnte ich mir einen kleinen Vergleich bezüglich der Gemüsebratlinge erlauben. Ich habe, so ungern ich es auch zugebe, die Gemüsebratlinge sehr gern gegessen habe. Die Kinder mochten es wegen der Möhren, Erbsen und dem Mais (natürlich) nicht. Ich fand sie akzeptabel. Dabei bin ich mir sicher, dass sie auch nur noch in einer Großküche angebraten werden (nachdem sie fertig gepresst und tiefgefroren im Betrieb ankommen). Vielleicht bewegt mich auch genau das, es selbst auszuprobieren – am liebsten mit den Kindern, aber gut, das Essen wird ja geliefert. 

Also suchte ich mir selbst die Zutaten zusammen und experimentierte an der Zusammensetzung und dem Geschmack. Am Ende haben sie natrülicher geschmeckt als die, die aus der Kantine kommen – und besser. Da bei dieser Zutatenmenge mehr als genügend herausspringen, konnte ich sogar noch einige einfrieren, sodass diese beim nächsten Mal einfach nur noch angebraten werden müssen. Mit einem leckeren Quarkdip schmecken sie sogar noch besser. (:  

Gemüsebratlinge
Vorbereitungszeit
30 Min
Kochzeit
30 Min
Vorbereitungszeit
30 Min
Kochzeit
30 Min
Für 10 Stück
  1. 400 g Kartoffeln gekocht
  2. 300 g Kartofffeln roh gerieben
  3. 1 Zwiebel
  4. 1 Möhre fein gewürfelt
  5. 5-10 EL gefrorene Erbsen
  6. 1/2 - 1 Dose Mais
  7. 2 Eier
  8. 150g Mehl
  9. ca. 100 ml Milch
  10. 1 TL Salz
  11. Pfeffer nach Geschmack
  12. 1 EL Gemüsebrühe
  13. 1 TL Curry
  14. 1/4 TL Knoblauchgranulat
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Zubereitung
  1. Die Kartoffeln schälen. Davon ca. 700g vierteln und weich kochen. Weitere 300g werden später fein gehobelt, da sie sonst schnell braun werden.
  2. Eine Möhre schälen, vierteln und in feine Würfel schneiden.
  3. Eine Zwiebel abziehen und halbieren. Die eine Hälfte fein würfeln. Die andere Hälfte hobeln und in eine Schüssel geben.
  4. Die gekochten Kartoffeln zu Kartoffelpürre verarbeiten, d.h. zerstampfen und etwas Milch hinzugeben bis eine cremig, aber dennoch feste Masse enstanden ist. Falls die Masse zu flüssig ist löffelweise Mehl unterrühren. Das Pürre abkühlen lassen.
  5. In einem kleinen Topf Wasser zum Kochen bringen. Darin die gewürfelte Möhre und die halbe gewürfelte Zwiebel ca. 3 Minuten kochen lassen.
  6. Nun die restlichen Kartoffeln hobeln und zu der gehobelten Zwiebel geben.
  7. Das Pürre ebenso in die Schüssel geben. Die Konsistenz muss klebrig und zähflüssig sein.
  8. Nun das gekochte Gemüse, die Erbsen und den Mais hinzugeben. Je nach Belieben kann mehr oder weniger hinzugegeben werden.
  9. Zu der Mischung nun Salz, Pfeffer, Curry, Knoblauch und Gemüsebrühe (ohne Wasser) hinzugeben und vermengen.
  10. Eine Pfanne erhitzen und darin die Bratlinge von jeder Seite ca. 3 Minuten goldbraun anbraten.
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