Krustenbraten mit Rotweinsoße

Es gibt Gerichte, die kann man aus dem Effeff. Ohne nachzulesen, ohne Maßeinheiten. Es geht aus dem Handgelenk und aus dem Gefühl – stimmt’s? Das habe ich vor allem bei meinen Lieblingsspeisen, wie Königsberger Klopse, Süß-saure Eier und meiner Tomatensoße. Es gibt bestimmt noch so einiges, wo es ohne Vorgabe geht. Wo es bis vor kurzem noch nicht ohne Vorgabe ging, war ein Braten – egal, in welcher Formation. Ich wollte immer wieder auf der sicheren Seite sein. Ich habe mich diesmal an einen Krustenbraten versucht.

Ich kaufte mir vor zwei Jahren ein Bratenthermomether von WMF. Es kostete nicht die Welt und es war etwas Besonderes. Damit habe ich damals meine Lammkeule vor versammelter Mannschaft auf den Tisch gebracht. Zart Rosa und am Ende waren davon alle sehr begeistert. Und das macht einen so unendlich stolz. Ich würde es nicht aus den Händen geben. Es ist sehr zuverlässig, was die Kerntemperatur des Fleisches angeht. Die Markierungen für verschiedene Arten von Fleisch ist darauf gekennzeichnet und sollte denjenigen gut unterstützen, der seine Stärken nicht im Bereich der Bratenkunst hat. Außerdem verliert man auch mal schnell die Zeit aus dem Auge. Die Angaben in den Rezepten richten sich letztendlich nach dem Ofen, der von der Person verwendet wurde. Und wie wir alle wissen: Jeder Ofen bäckt und gart anders. Allein aus diesem Grund ist ein Bratenthermometer unumgänglich.

Der Krustenbraten war mein erster Krustenbraten. Er war aus Schweinefleisch. Wie gut, dass das auf dem Bratenthermometer stand. Ich würzte ihn nach meinem Belieben, habe ich leicht angebraten und ihn für eine sehr lange Zeit im Ofen garen lassen. In Summe waren es fünf Stunden bei 150° C, dafür war er so richtig saftig und zart. Und genau das ist manchmal anders. Nichts ist schlimmer als einen vertrockneten Braten essen zu müssen, der im Mund nur noch mehr wird und den man ohne Soße nicht herunter bekommt. Abgesehen davon, ist die Soße bei dem Krustenbraten sehr lecker geworden. Ich koche gerne mit Wein, ich bin mir unsicher, ob es der gute Wein ist, dass die Soße so richtig lecker schmeckt. Sie schmeckt so schon immer gut, aber diesmal war sie besonders lecker. Dabei hatte ich diesmal kein Lauch, wie üblicherweise. Und trotzdem war sie super lecker. 

Am Ende haben wir gemerkt, dass wir gar nicht so viel an Beilagen brauchten. Es gab leckere Kartoffelhälften, die ich zuvor gekocht habe und danach halbiert nochmal in der Pfanne angebraten habe. Das Fleisch war leider leckerer, sodass die Kartoffeln am Ende übrig blieben. 

Krustenbraten
Vorbereitungszeit
30 Min
Kochzeit
5 Std 30 Min
Gesamte Zeit
6 Std
Vorbereitungszeit
30 Min
Kochzeit
5 Std 30 Min
Gesamte Zeit
6 Std
Zutaten
  1. 1 Krustenbraten (ca. 1kg)
  2. 3 Knoblauchzehen
  3. 3 Möhren
  4. 2 Zwiebeln
  5. 200 g Champignons
  6. 300 ml Rotwein
  7. 1 l Gemüsebrühe
  8. 1 EL Tomatenmark
  9. Salz und Pfeffer
  10. 3 große Kartoffeln
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Vorbereitung
  1. Den Krustenbraten aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur kommen lassen.
  2. Die Kartoffeln putzen und halbieren. Diese 10 Minuten kochen.
  3. Die Knoblauchzehen und die Zwiebeln abziehen und würfeln. Die Möhren schälen und in feine Scheiben schneiden. Die Champignons vierteln.
Der Braten
  1. Den Braten in einem Bräter auf der Schwarte anbraten und aus dem Bräter holen. Dann das Gemüse gut anschwitzen. Dazu 1 TL Tomatenmark geben und scharf anbraten, bis das Gemüse braun wird und sich am Boden der Bratensatz festsetzt. Diesen mit dem Rotwein ablöschen. Den Braten mit der Schwartenseite nach unten legen und mit 100 ml Gemüsebrühe übergießen.
  2. Den Braten nun in den Ofen bei 150°C für ca. 5 Stunden. Dabei alle 30 Minuten den Braten mit etwas Brühe übergießen.
  3. Nach 3 Stunden den Braten umdrehen und wieder mit der Brühe begießen.
  4. In der letzten halben Stunde das Gemüse und die Soße durch ein Sieb filtern. In einem Glas 3 EL Mehl mit 6 EL Wasser verrühren. Die Soße in einem Topf aufkochen und mit dem Mehl-Wasser-Gemisch andicken. Die Soße gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Eine Pfanne mit Öl erhitzen und darin die Kartoffelhälften knusprig anbraten.
  6. Den Ofen nun auf höchste Temperatur einstellen und die letzten 15 Minuten den Braten garen.
  7. Auf einem Teller die Kartoffelhälften mit Salz, die Soße und den Braten in Scheiben servieren. Nach Wunsch kann auch das zerkochte Gemüse dazu gereicht werden.
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