[Küchenwunder] Weihnachtlicher Rinderbraten

Es ist selten, dass wir den 4.Advent in Bonn verbringen. Denn meist liegen dieser und Weihnachten nah beieinander, sodass wir in den vorherigen Jahren immer etwas früher unterwegs waren. In diesem Jahr machten wir uns eine recht schöne Adventszeit – fast. Mit einer Weisheitszahnop und Infekt verkürzte sich das Genießen von leckeren Weihnachtsnaschereien. Die Tage, die übrig geblieben sind wurden von ganz vielen Leckereien versüßt – gestern war es der Rinderbraten. 

Ich traue mich inzwischen immer mehr auszuprobieren. Beim Rinderbraten ist es der Amaretto, der nutzlos neben der Arbeitsplatte stand. Außerdem lagen noch ein paar Äpfel sinnlos auf dem Tisch, die ich auch mal verarbeiten musste. Nach und nach rutschten ein paar weihnachtliche Zutaten zum Braten. Der Braten an sich ist schlicht gewürzt – es ist mehr die Soße, in der er garte, die einen ganz eigenen „unbekannten“ Geschmack hatte. Abgesehen davon, dass ich die Zeit des Garpunktes irgendwie um eine Stunde verplant habe, war der Braten ein Träumchen. Denn nach Recherche und meinem Bratenthermometer sollte der Braten eine Kerntemperatur von ca. 70°C haben. Nachdem er aber nach 1 1/2 Stunden schon 55 anzeigte, warf ich die Herdplatten an und kochte gemütlich den Rosenkohl und die Klöße. Fazit: Ich hätte einfach meinen Recherchen vertrauen sollen – er brauchte noch 1 1/2 Stunden eh er die Kerntemperatur von 70°C erreichte. Mein Herzenritter schmunzelte und erinnerte mich zwischendurch, dass wir bei 60 Grad angekommen wären. Hat mich sehr gefreut, denn die Beilagen standen alle servierfertig auf dem Herd. Wir einigten uns darauf, dass das Fleisch ein Knaller sein muss – der Rest kann uns egal sein. War es uns dann auch. Also warteten wir. Und wir warteten. In der Zeit schrieb ich das Rezept, damit es nicht ganz so lange mit der Nachbereitung dauert.

Der Braten war letztendlich etwas „drüber“ mit 72 Grad. Trotzdem war er sehr saftig. Die Soße kochte in den Stunden gut ein und schmeckte auch mal anders gut. Allerdings kühlte er ziemlich schnell ab, was uns ein wenig wunderte. Trotzdem war es lecker und es war geschmacklich mal was anderes.

Weihnachtlicher Rinderbraten
Vorbereitungszeit
30 Min
Kochzeit
3 Std 30 Min
Gesamte Zeit
4 Std
Vorbereitungszeit
30 Min
Kochzeit
3 Std 30 Min
Gesamte Zeit
4 Std
Zutaten
  1. 700g Rinderbraten (z.B. Falsches Filet)
  2. 3 Zwiebeln
  3. 2 Knoblauchzehen
  4. 1 Apfel (z.B. Braeburn)
  5. 2 EL Tomatenmark
  6. 4 - 5 EL Senf
  7. 500 ml Rinderfond
  8. 250 ml Wasser
  9. 5 cl Amaretto
  10. 5 frische Rosmarinzweige
  11. Salz und Pfeffer
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Zubereitung
  1. Den Ofen auf 100°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Den Rinderbraten mit kaltem Wasser abbrausen, trocken tupfen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Außderm den Rinderbraten mit Senf einreiben.
  3. Zwei Zwiebeln abziehen und grob würfeln. Den Apfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden oder grob würfeln. Rosmarin waschen, trocken tupfen und beiseitelegen.
  4. In einem Bräter 3 EL Öl erhitzen und den Braten darin scharf von allen Seiten anbraten. Den Braten aus der Pfanne nehmen. In dieser Pfanne Zwiebeln, Knoblauch, Apfel und Tomatenmark bei mittlerer Hitze anbraten.
  5. Den Bratensatz mit Amaretto ablöschen. Da dieser schnell verkocht ist, den Rinderfond nachgießen.
  6. Den Braten in die Soße geben und im Ofen garen - entweder ca. 3 1/2 Stunden oder so lange, bis er eine Kerntemperatur von ca. 70°C hat.
  7. Nach der Garzeit den Braten aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten mit Alufolie bedeckt ruhen lassen. Mit Klößen und beliebigen Beilagen anrichten.
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