[Küchenwunder] Kikokhähnchen mit Gemüse

KikokKikok Erst vor kurzem hörte ich im Radio, dass der „Bio-Trend“ wohl out ist. Ich bin der Meinung, dass aus vielen Dingen und Lebensweisen ein „Trend“ entstehen kann und das manchmal derartig gepusht wird – ob es gut oder schlecht ist, ist dabei meist schon fast egal. Hauptsache es fließt Geld für die Industrie. Und immer spielt dabei die Frage, ob sich der Trend durchsetzt; wie lange der Trend anhält UND was überhaupt dahinter steckt.

Ich hielt mich von all den Trends hinsichtlich der verschiedenen Lebensweisen fern und folge eigentlich dem, was mein Bauch mir signalisiert. Bio wird bei uns in der Regel dann gekauft, wenn keine Alternative mehr vorhanden ist. Da Lebensmittel manchmal doch nicht so ganz Bio sind, wie es auf den Verpackungen deklariert wird, wurde durch diverse Berichte in Zeitschrift und TV deutlich. Und das viele irrtümlich denken, dass Bio mit einem besseren Lebensstandard der Tiere zu tun hat, hat wohl doch keine Ahnung und geht mit dem Trend, weil’s viele machen. Ich habe in den vergangenen Monaten des Öfteren den Gang zum Metzger gewagt, der Frische wegen. Da unsere Fleischerei ein Kleinbetrieb ist, wird dort auch von anderen Händlern das Fleisch bezogen. Ob das geschlachtete Tier zurvor nun immer genügend Platz und Liebe erhielt, um als „gutes“ Tier zu sterben, wage ich mich nicht zu fragen – man sollte doch am besten eigene Tiere züchten. Ich gebe aber gerne etwas mehr für Frische von Fleisch aus und kaufe davon weniger – und vielleicht gebe ich dann doch Geld für einen „Trend“ namens Kikok aus.

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Ich stieß durch ein Gespräch mit einer Mutter aus dem Kindergarten auf dieses Hähnchen. Sie erzählte mir begeisternd, dass das Fleisch intensiver schmecke und auch etwas festeres Fleisch hätte, als die Discounterhähnchen. Ok, wir haben also ein Hähnchen. Ein Hähnchen, welches mehr Zeit zum wachsen haben soll und mit einer Weizen-Mais Mischung ernährt wird. Wer googelt, der wird auf Kritik und Lobhymnen in Bezug auf dieses „Kikok“ finden und am Ende auch nicht schlauer sein. Denn von Freilandhaltung oder wesentlich mehr Platz ist hierbei keine Rede.  Ich war also selbst dran, mir ein Bild vom Kikokhähnchen zu machen. Mit rund 10 Euro pro Kilo tat mir der Gedanke an festeres und intensiv schmeckendes Hähnchen nicht weh. Über das Befinden von Tieren diskutiere ich nicht gerne, da das Fazit immer am besten immer lauten sollte: „Ich kaufe mir ein Grundstück und züchte meine eigenen Tiere, die ich am Ende verzehre!“

Nun gut, um das Thema Tierhaltung abzuschließen: zum Hähnchen! Nachdem ich dann also (sehr gerne) den Metzger meines Vertrauens besuchte, um dieses Hähnchen in meine Obhut zu nehmen, entdeckte ich diesen Punkt auf dem Hähnchen – das ist ein Einmalthermometer. Also kann mir damit ja eigentlich nichts schief gehen. Ist es auch am Ende nicht. Ohne viel Tamtam am und im Hähnchen habe ich es angebraten und verzehrt. Ich musste feststellen, dass mir die Konsistenz vom Hähnchen durchaus bekannt vorkam – nämlich von den konventionellen Hähnchen. Der intensivere Geschmack konnte ich schmecken – auch wenn es nur an den Keulchen war. ABER durch diesen Knopf blieb das Huhn schön saftig. Aber überzeugt hat es mich und meinem Herzensritter nicht wirklich. Wer weiß, vielleicht hatte der Trend „Kikok“ keine Lust auf mich und ich hatte einfach ein Hähnchen, welches doch kürzer lebte, als der Händler angibt. 

 

Kikokhähnchen mit Gemüse
Vorbereitungszeit
15 Min
Kochzeit
1 Std 30 Min
Gesamte Zeit
1 Std 45 Min
Vorbereitungszeit
15 Min
Kochzeit
1 Std 30 Min
Gesamte Zeit
1 Std 45 Min
Zutaten
  1. 1 Kikokhähnchen (ca. 1,5kg)
  2. 750g Suppengemüse
  3. 400g Drillingskartoffeln
  4. 2 EL Margarine
  5. Thymian
  6. Salz und Pfeffer
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Zubereitung
  1. Das Hähnchen waschen und trocken tupfen. Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Das Gemüse ebenfalls waschen und in gleichmäßig große Würfelstücke schneiden (ca. 2cm) schneiden. Frischen Thymian waschen und trocken tupfen.
  3. Einen Bräter mit 2 EL Margarine erhitzen.
  4. Darin das Hähnchen 2 Minuten von beiden Seiten anbraten. Das Hähnchen aus dem Bräter nehmen.
  5. Das Gemüse auf dem Boden vom Bräter verteilen. Darauf das Hähnchen mit der Brust nach oben platzieren und ca. 1 ½ Stunden garen.
  6. Nach Belieben zu Reis oder Kartoffeln anrichten.
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