Montagsrezept [Knuspriges Mischbrot aus dem Topf]

BrotBeitragIch habe zu oft versucht ein leckeres frisches Brot zu backen, welches annähernd so aussieht wie beim Bäcker. So schwer kann das doch eigentlich auch gar nicht sein, wenn man sich strickt an das Rezept hält, oder doch? Angefangen hat das alles mit diesen Fertigbackmischungen für Brot. Und die waren im Endergebnis ziemlich unbefriedigend. Das Brot ging zwar auf, aber die Kruste wurde entweder zu hart oder war kurz vor dem Anbrennen. Innen manchmal „eng“ gedrückt und zu fest. Es war zum Mäusemelken. Ich ging weiter und versuchte die einzelnen Zutaten selbst zu einen schönen Teig zu verarbeiten. Der Aufwand war natürlich größer, aber viel Unterschied gab es nicht. Ich war es auch leid ständig etwas Neues auszuprobieren. Und dann gab es jenen Abend, an dem ich auf Pinterest nach Kuchenzepten suchte und mir darunter ein Rezept von einem Brot angezeigt wurde. Von der Optik war es ein Bäckerbrot, vom Rezept her, wie die, die ich zuvor auch hatte. WIE FUNKTIONIERT DAS UM HIMMELS WILLEN?! Wie kann ein Brot so lecker aussehen und warum sah meins nie so aus? Und dann sah ich es: Zubereitung im Gusstopf und eine Ruhezeit von 18 Stunden. Aha. Gusstopf ok, den kann ich besorgen. 18 Stunden gehen lassen? Na gut, wenn’s so sein soll.

Ich habe das Mischbrot zuvor ohne die 18 Stunde Ruhezeit gebacken, sondern eher nach der traditionellen Weise mit 1 Stunde gehen lassen, Teig kneten, nochmal 2 Stunden gehen lassen, Ofen. Danach habe ich das Brot mit der Gehzeit von 18 Stunden gebacken. Eins war bei beiden Verfahren gleich: der beschichte Bräter. Da ich keinen tollen Gusseisentopf habe und diese mir auch preislich etwas zu hoch liegen, besorgte ich mir einen beschichteten Brätertopf. Hauptsache es hat einen Deckel und kann bei 250°C im Ofen ausharren. Dieser scheint auch ziemlich wichtig zu sein. Zum einen bleibt die Feuchtigkeit im Brot und es wird nicht trocken und zum anderen gibt es dadurch eine wirklich knusprige Kruste. Und mal unter uns: Ich hatte sie ohne diesen Topf noch nie gehabt ohne mir die Zähne daran auszubeißen. Und es riecht auch richtig lecker nach Brot. Es scheint mir ein Unterschied wie Tag und Nacht zu sein. Ich kann diese Methode wärmstens empfehlen. Nachdem ich das Brot mit unterschiedlichen Zeiten gebacken habe, stellte ich fest, dass die „schnelle“ Methode, nicht die „Bäckerkruste“ bekommt. Sie war schon knusprig, aber es fehlte noch eine Kleinigkeit an Knusper. Die lange Variante ist einfacher (ja, auch trotz der langen Zeit) und das Brot bekommt so eine richtige Knusperkruste. Ziel erreicht. Ich werde wohl den Teig gerne einen Tag vorher zubereiten. Er bleibt auch die 18 Stunden im kühlen Keller. Das bedeutet, der Aufwand den Teig vor Zugluft und Kälte fernzuhalten entfällt (Yes!).

Brot Unterschied

Hier seht ihr den optischen Unterschied. Das Brot rechts ruhte 18 Stunden im Keller. Die Kruste ist wesentlich schöner aufgegangen als bei dem Brot, welches ich um die 3 Stunden gehen lassen habe und zwischendurch kneten musste. Geschmeckt haben mir beide. Fan bin ich aber wegen der herrlichen Megabäckerknusperkruste vom rechten Brot.

Und hier das Rezept für euch. Übrigens: Gerstenmalz gibt es im Reformhaus. Für’s Brote backen ist es bisher sehr ergiebig und sorgt zusätzlich für eine leckere Kruste.

Knuspriges Mischbrot

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