Für die Frostbeulen

Vor einigen Jahren habe ich jeden Sonntag die Sendung mit der Maus geschaut und fand sie immer wieder total spannend. Vor allem dann, als ein Beitrag über Taschenwärmer gezeigt wurde. Meiner Lauscher waren dabei ganz weit offen, weil ich eigentlich eher wissen wollte, wo ich diese Taschenwärmer kaufen kann. Es hat nicht lange gedauert, da habe ich sie in den 1-Euro-Läden gefunden. 

Ich kann diese Handwärmer genau den Leuten empfehlen, die am frühen morgen mit Bus zur Schule, Uni oder Arbeit fahren müssen und öfter kalte Hände haben. Seit der Maus kaufe ich mir jeden Winter neue Handwärmer, da sie eben nach einer gewissen Zeit Gebrauchsspuren haben und sie nach 3 Monaten Verwendung in der Jackentasche auslaufen. Das ist allerdings nicht so angenehm, da es fürchterlich riecht. Ich finde es auch ganz gut, dass sie wiederverwendbar sind und ich sie nicht schon beim ersten Mal wegschmeißen muss. Ich habe zumindest immer zwei dabei – einen in der linken Jackentasche und einen in der rechten Jackentasche. Und für Paare ist das auch etwas Nettes, denn wenn beide mal keine Handschuhe dabei haben, aber trotzdem Händchen halten wollen, einfach dazwischen packen!  Für eine halbe Stunde bis Stunde erfüllen diese Kissen ihren Zweck. ;)

 

Wen es interessiert – Wie funktionieren diese Handwärmer?

In dem Beitrag von der Maus wurde von der Funktionsweise berichtet und mit 12 Jahren versteht man ja nicht viel von ‚Natriumacetat-Trihydrat‘ und Kristallisierung. Bevor ich hier etwas schreibe, wovon ich kaum Ahnung habe, habe ich mich im Internet etwas schlau gemacht. Zudem gab es ja noch den Chemieunterricht, den ich sechs Jahre hatte, der mir das Phänomen „Ein-Zwei-Mal-Knick-und-warm- ist-das-Kissen“ erklärt.

 

Also wir fangen mal von vorn an: Die Lösung, die sich in dem Kunststoffbeutel befindet, besteht größtenteils aus  Natriumacetat-Trihydrat (ein farbloses und angeblich schwach nach Essig riechendes Salz (Wikipedia), gemischt mit Kristallwasser). Leider stinkt das Zeug so widerlich, wenn das Wärmekissen ein Riss hat. Von daher bin ich der Meinung, wenn es in Verbindung mit Wasser ist, es richtig stinkt. Zurück zum Salz – Es besteht aus zwei gegensätzlich geladen Teilchen, die, wenn sie in Bewegung gebracht werden, in dem Fall ist es das Metallplättchen, ein festes Kristallgitter bilden. Das funktioniert nach dem Dominoeffekt, weil ein Teilchen das Nächste „anstupst“ und es immer so weiter geht, bis es nichts mehr zum anstupsen gibt.

Eine einfache Erklärung haben wir schon mal. Dann muss sich nur noch die Wärmeabgabe erklären lassen. Dieses ganze Gemisch, wenn es kristallisiert ist, hat die Eigenschaft, dass es sich ab einer bestimmten Temperatur im eigenen „Salzwasser“ auflösen kann. Das heißt, wenn man das Wärmekissen wiederverwenden möchte, sollte man es in einem Topf erwärmen – nicht zum kochen bringen, auch wenn es auf den Verpackungen steht. Ich merke, dass die dadurch schneller kaputt gehen. Bei dem Erwärmen bzw. beim Auflösen des Kristallgitters liegt auch die Lösung der Wärmeabgabe. Die Wärme beim Auflösen speichert das Natriumacetat-Trihydrat (das kann das Trihydrat nämlich ganz gut). Bei der Kristallisierung, wenn das Metallplättchen nämlich geknickt wird, wird die gespeicherte Wärme wieder abgegeben, also verläuft die Reaktion exotherm ab. (Ein großes Danke an alle Chemielehrer, die mir jedes Jahr erklärten, was endo- und exotherm bedeutet!)

 

–>  Eine nette Seite, die mir etwas geholfen hat und für jeden, dem mein ganzes Gerede von Taschenwärmer zu kompliziert ist.

 

 

 

 

 

 

3 thoughts on “Für die Frostbeulen

  1. Und sie hat ihre Drohung wahr gemacht und tatsächlich darüber gebloggt. :) Na gut, so ganz uninteressant ist die Funktionsweise tatsächlich nicht. ^^ Jap, Chemie, mein bester Freund!

  2. Tolle Erfindung!
    Ich wollte sie mir schon vor einigen Jahren kaufen, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen.
    Schaffe ich es dieses Jahr?
    =)

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