Auf dem Weg zum Erwachsenwerden

Das Erwachsen werden bringt viele Probleme mit sich, wer weiß das nicht? Erwachsen werden bedeutet im Leben so viel. Jeder muss lernen, sich mit Problemen auseinanderzusetzen, ohne, dass es derartige Konflikte gibt,  wo man sich die Haare raus reißt. Jeder muss lernen, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Während ich früher meine Walt Disney Filme rauf und runter schaute, haben andere schon Geschirr gespült. Ich gehöre (leider) zu den Kindern, die schon jungen Jahren selbständig geworden sind. Alleine lernen, wie ich im Alltag am besten zurechtkomme, fiel mir, wie manch anderem, nicht leicht. So war ich am Anfang immer sehr aufgeregt, wenn ich beim Zahnarzt einen Termin haben wollte. Nach ein paar Anrufen war ich entspannter und drückte die Tasten des Telefons eifrig – ohne zu zittern.

Damals habe ich mir nie einen Kopf darum gemacht, mit wem ich da eigentlich Barbie spiele. Heute muss ich herausfinden, wem ich etwas anvertraue und wem nicht. Das ganze Spiel hat seine Tücken, aber anders wird man das  ganze wohl nicht herausfinden. Heute sehe ich meine Welt mit ganz anderen Augen, wäre auch furchtbar, wenn ich  heute mit meinen fast 17 Jahren nur an Barbie und Baby Born denken würde.  Heute gibt es aber das Internet und das Fernsehen.  Trotz vieler Technik, bleibe ich (zur Zeit) auf dem Teppich und überbrücke mir meine Zeit mit schulischen Aktivitäten, Sport und Hobbys. Und ich gebe es gerne zu: Nähen macht mir mehr Spaß als vor dem Internet zu glucken und mir durchzulesen, was auf der Welt passiert.  Das ganze kann mir auch das Radio erzählen oder die Tagesschau in zehn Minuten.

Die Sommerferien 2011 haben mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin.  Ich achte mehr darauf, dass ich erwachsener aussehe; kaufe mir auch gerne mal das ein oder andere T-Shirt, ohne daran zu denken, dass ich kaum noch Taschengeld habe. Jeder in meinem Freundeskreis weiß, dass ich ein Betreuungskind habe. Das lässt mich denken, dass ich immer mehr Verantwortung übernehme und ich das auch gerne mache. Außerdem lerne ich, wie ich besser mit meinem Geld umgehen kann ohne auf etwas verzichten zu müssen.  Ich denke daran, dass die Sekundarstufe II kein Zuckerschlecken ist und ich etwas machen muss, um mein Ziel zu erreichen. Bis jetzt funktioniert alles prächtig, aber das Lernen nimmt auch viel Zeit in Anspruch. Zudem muss ich auch daran denken, dass nicht alle sieben Tage der Woche zum Lernen dienen sollen. Jeder muss sich irgendwie, irgendwo eine Auszeit nehmen. Also freue ich mich immer, wenn das Wochenende in Aussicht ist.

Ich habe eine ganz wichtige Sache gelernt: Ich höre nicht mehr darauf, was andere sagen. Es macht einfach keinen Sinn, auf Gerüchte, die ein anderer verbreitet, anzuspringen. In das eine Ohr rein – aus dem anderen raus. Jeder sollte auch mal an sich denken und sein Glück selbst in die Hand nehmen und es fällt vielen vielleicht schwer das zu glauben, aber es funktioniert, solange der Willen da ist. Wer älter wird muss auch ehrlich zu seinen Mitmenschen sein und sich nicht verkriechen. Ehrlichkeit ist für mich eine Eigenschaft, der ich im Leben nur noch selten begegne. Leider.

3 thoughts on “Auf dem Weg zum Erwachsenwerden

  1. Schon ziemlich erwachsener Beitrag wie ich finde – viel Wahrheit drin ;)

    Ne eigene Meinung ist im Übrigen sehr wichtig in der heutigen Einheitsbreigesellschaft. Aber wenn guter Rat teuer ist, lohnt es manchmal auch sich beraten zu lassen, ohne das du jedes Pferd kaufen sollst, von dem dir erzählt wurde.

  2. Vanni, es ist wirklich ein schoener Beitrag. Und du hast recht. Jeder ist seines Glueckes Schmied. Man muss manche Wege alleine gehen und kann/sollte nicht immer auf andere ruecksicht nehmen. man hat nur dieses eine Leben und man sollte das Beste draus machen und nicht drueber nachdenken was andere wohl Von einem denken!

    – Viele lieeebe Gruesse aus Minnesota –
    <3

  3. Ihr habt Recht, daran zweifel ich überhaupt nicht. Ohne eine eigene Meinung wäre ich wohl arm dran. Anders kann ich es nicht nennen.
    Ich bin sehr zufrieden, dass ich so denke. Es gibt Momente, da würde ich lieber anders reagieren, aber letztendlich wäre das wieder falsch.

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