Fundgrube

GiftblattEndlich hat das Schuljahr ein Ende und allein deswegen musste ich in meinem Kalender drei Kreuze machen. Das Zeugnis fiel besser als erwartet aus und ist sogar das beste Zeugnis, seit ich auf der Sartre Oberschule bin. Das sind zwei gute Gründe für einen wunderschönen Start in die großen Sommerferien, wären da nicht die Ohren- und Halsschmerzen. Die wahrscheinlichste Ursache dafür ist wohl die Klassenfahrt nach Tschechien. Im Bus lief die Klimaanlage über längere Zeit, die eigentlich gar nicht nötig war. So war es mit Strickjacke im Bus so kalt, dass ich noch eine Jacke brauchte und draußen schien die Sonne bei gefühlten 24° C. Wenn das mal nicht der Auslöser dafür war, krank zu werden. Ich versuche positiv an die ganze Sache heranzugehen, damit ich auch ganz schnell wieder gesund werde.

Nach der Zeugnisausgabe ging es sofort nach Hause um die Ruhe zu genießen und mich zu pflegen, aber als ich dann in mein Zimmer kam, war ich nicht mehr der Meinung, dass ich mich pflegen sollte. Da ich in letzter Zeit ein begeisterter Nähfreund in der Gemeinde bin, lag das ganze Zimmer voller Stoffe, Nadeln und Schnittmuster. Mitunter lag auch mal das ein oder andere T-Shirt, ein paar Flip-FundgrubeFlops und andere Papiersachen überall verteilt. Es gab auch nur einen Weg – und der führte ins Bett. Also musste ich mich nun dazu zwingen, das ganze Zimmer begehbar zu machen. Mit etwas Neugier entrümpelte ich sogar meine Schränke in der Hoffnung, ich würde etwas wieder finden, was ich schon seit ewiger Zeit suche. Soweit kam es nicht, aber ich fand immer wieder in irgendwelche Ecken Erinnerungen an die Grundschule, an alte Freunde und Erlebnisse, die im Kopf zwar immer bleiben, aber es auch schön ist, wenn man doch etwas Handfestes hat. So fand ich zwei Fotos von meinen zwei alten Kaninchen, die beide verstorben sind. So ließen mich die Bilder nochmal in die Zeit zurück zu meinen zwei Hasenkindern. Nach einiger Zeit kramte ich weiter und fand meine ganzen Eisbärsachen, die ich in den vergangenen 4 ½ Jahren gesammelt habe. Leider fehlt mir einfach die Zeit um meine Glücksbären anzufeuern. Kaum machte ich die nächste Schranktür auf, fielen mir Briefe, Fotos und Postkarten entgegen. Einige sind von den Liebsten, die andere von Leuten, denen ich egal geworden bin. Aber letztendlich haben alle Sachen etwas gemeinsam – sie erinnern mich an Zeiten, in denen ich glücklich war. Und zu oft habe ich lächeln müssen, da ein kleiner Flashback im Kopf ablief und ich danach doch zu Stupsi sagen musste, dass es jetzt genauso schön ist, wie früher auch. Ereignisse, die in der Vergangenheit geschehen sind, sollten auch dort bleiben, sage ich immer so schön. Also legte ich dann die Fotos etc. in meine Erinnerungskiste und legte den Deckel drauf und habe für ein weiteres Jahr kein großes Bedürfnis, alles wieder herauszukramen.

 

Wie gesagt, die schönsten, aber auch die schlimmsten Erinnerungen bleiben immer im Kopf.

 

2 thoughts on “Fundgrube

  1. Na sage mal, wer schickt dir denn da zwei Postkarten aus Kreta! Und dann auch noch aus dem wunderschönen Chania und einem tollen Kloster! Und wer zur Hölle sieht sich mit dir so brutale Filme wie „The Town“ an – das ist ja unverantwortlich!

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