Zugezogen und gedanklich

Einen Beitragstitel, den man so von mir gar nicht mehr kennt. So ziemlich nichtssagend, oder? Nach einem verlängerten Wochenende und einem mit Wolken zugegezogenen Himmel, die man an meiner geliebten Hortensie gar nicht bemerkt, betrachte ich meine Bemühung um den Blog etwas anders. Es ist wohl nicht selten, dass sich viele schlecht fühlen und sich öffentlich auf ihrem Blog rechtfertigen, was die Leute dazu bewegt hat nicht mehr zu schreiben. Ich habe inzwischen die Verantwortung etwas losgelassen und mich mehr damit beschäftigt, das wenigstens regelmäßige Rezepte online kommen..
 
Aber wenn wir ehrlich sind, ist das ein trauriges Ergebnis dessen, wofür ich viele Jahre mit viel Leidenschaft und Tränen gearbeitet habe. Inzwischen existiert der Blog auch schon fünf Jahre. Vor 1 1/2 Jahren waren die Besucherzahlen erfreulich und ich wusste, wofür ich meine Seite aufrecht halten wollte. „Du schreibst wie du sprichst. Das mag ich.“ hörte ich von einer Bekannten. Heute ist es anders. Ich entschloss mich dazu, nicht mehr all zu viel Preis geben zu wollen (was eigentlich total absurd ist, bei all den Daten, die ich öffentlich machen muss, damit der Blog überhaupt existieren darf). Meine Zwischenerlebnisse und Saris Fotoprojekt Projekt 52 zeigten Wirkung im Netz und machten mich stolz, dass ich meine Freizeit mit vielen Menschen im Netz teilen kann. 

Ich möchte mich nicht festlegen, aber ich weiß, dass ich mich mehr dem Kochen hingebe, als dem Schreiben. Nämlich aus dem Grunde, dass ich davon genauso tolle Fotos machen möchte und der Welt zeigen möchte, was alles so schmecken kann, auch wenn manchmal das Einfachste vom Einfachsten ist. Dass ich damit meine Lieblingsbeschäftigungen, wie das Nähen und Basteln, in den Hintergrund gestellt habe, war und ist nicht meine Intention und auch gar nicht gewollt. Nur habe ich wohl alles andere rund herum um das „Das-bin-ich-sein“ gedanklich aus dem Kopf gestrichen und auch gemerkt, dass das nicht alles ist. 

Aktuell empfinde ich es als bedrückend, zu spüren, wie es sich auf das Nötigste reduziert hat – Rezepte bloggen. Jeah! Ist das nicht der Wahnsinn?! Nein, das ist der definitiv nicht. Und wenn man einfach mal die Zeit hat, alles aufzuräumen (sei es der Desktop auf dem PC, den Bekanntenkreis oder das eigene Zimmer), so dreht und wendet sich irgendwie alles ein wenig. Ich habe neue Menschen kennengelernt, das Zimmer komplett ausgemistet und auf dem PC zeigten sich alte Schätze. Dann löst sich der zugezogene Himmel plötzlich auf und gedanklich kommen neue Ideen und der Wunsch vielleicht doch wieder mehr aus dem Herzen zu schreiben. 

Viele Ideen, die ich in der Zeit umgesetzt habe, warten darauf, dass sie endlich einen Platz im Netz und Aufmerksamkeit bekommen. Innerlich brodelt es vor lauter Freude schreiben zu wollen. Und vielleicht ändert sich damit auch mein Gefühl langweilig geworden zu sein und offen dafür zu sein, mal wieder rauszukommen und Neues zu erleben (und diesen Kochlöffel einfach mal unabgewaschen liegen zu lassen). Ich hoffe, dass ich dem Blog damit bald wieder gerecht werden kann und er euch die Welt zeigt, die mir so am Herzen liegt. Ich hoffe daher, dass die Bilder nicht zu viel versprechend sind, aber es ist ein kleiner Auszug aus dem, was mir seit Ewigkeiten so wichtig geworden ist. 

3 thoughts on “Zugezogen und gedanklich

  1. sehr schön geschrieben meine klenne
    wenn ick die zeit finde werd ick da bezuchen kommen und du kannst ma denn tipps geben in bereich fotografie hab ma eine spiegelflex gekauft und bin sehr offen für hilfe. mfg D.Schwerin

  2. Mir geht es aber ähnlich. Es wird immer schwerer überhaupt aufzufallen und wenn man sich dann auch noch spezialisiert hat erst recht. So vieles läuft inzwischen über die anderen Kanäle, wenn man da nicht aktiv ist, dann wird man meist auch hier kaum beachtet. Bloggen ist inzwischen nicht mehr einfach nur noch ein Hobby. Es wurde tatsächlich auch für die, die es einfach nur so machen, zu harter Arbeit.

    1. Es ist eben auch die Frage, in wie weit man selbst damit erfolgreich werden möchte. Ich stecke gerne Arbeit rein, aber ob ich davon leben möchte ist eher eine andere Geschichte.
      Da du ja eigentlich Mitleser der ersten Stunde bist, kann ich mich auf deine Meinung gut verlassen – was hat dir früher gut gefallen? :)

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