Die letzten Stunden

Die letzten Stunden vor dem ersten Schultag der 11. Klasse laufen so allmählig ab und so ganz realisieren kann ich es auch noch nicht. Tausende Fragen kreisen im Kopf – wie wird der erste Tag? Wird der Bioleistungskurs so schwer werden? Für was werde ich noch Zeit haben? Andererseits denke ich auch zurück, wie die Ferien ihren Lauf nahmen.

Wenn ich zurückschaue, habe ich hauptsächlich an meiner Nähmaschine gesessen und aus dem Fenster geschaut, wie schrecklich doch das Wetter ist. Es gab auch mal ein paar Tage, an dem ich meinem Kaninchen Stupsi etwas Gutes getan habe. Auch das Treffen mit Freunden blieb nicht aus, aber eben nicht so häufig wie im vergangenen Sommer. Vom Baden gehen brauchen wir erst gar nicht anfangen zu sprechen. Ich würde behaupten, dass ich in den Sommerferien eine Menge gelernt habe – über Freundschaft, Familie und über mich selbst. Nun hoffe ich auch, dass ich das Gelernte auch beibehalte und hoffentlich nicht, wie manche Matheformeln, in die hinterste Ecke im Kopf verstaue. Gebrauchen werde ich es ein lebenslang.

Wenn ich nach vorn schaue, sehe ich das pure Erwachsenenleben. Ich werde mehr Verantwortung übernehmen, weniger Zeit für Hobbys und Freunde haben und wahrscheinlich kaum Wochenenden, an denen ich etwas erleben kann. Denn seit diesem Wochenende betreue ich nämlich ein kleines Mädchen. Nach etlichen Versuchen habe ich jemanden gefunden, der mir sein vollstes Vertrauen gibt, ein Kindermädchen zu sein. So war mein erster „Probetag“ ein voller Erfolg. Nach stundenlangen Spaziergängen und Zwischenstopps an Spielplätzen und Eisdielen, war auch die kleine Püppi, so nenne ich sie hier, müde und hatte auch jede menge Spaß mit mir. Apropos Eisdiele!

Mir wurde gesagt, dass es in Kreuzberg, um genauer zu sein in der Hagelberger Straße, das beste Eis Berlins gäbe. Also blieb ein Spaziergang zur Eisdiele nicht aus. Ich war über das  Angebot angenehm überrascht. Wo finde ich denn Sorten wie Blutorange, Pink Grapefruit oder Passionsfrucht? Genau – dort! Allerdings kostet dort die Kugel ’nen Euro, aber der Geschmack ist wirklich fantastisch! Dementsprechend rennen die Leute die Bude ein. Zudem hatte ich dieses Wochenende die Gelegenheit mir den Viktoriapark anzuschauen. Dieser befindet sich ebenfalls in Kreuzberg. Das wohl schönste an diesem Park ist der Wasserfall, auch wenn er nicht wie die Niagarafälle aussieht. Zum Entspannen ist er wirklich herrlich! Und das Wetter hat auch mitgespielt, denn auch mir wurde in der Strickjacke warm.  Nach etlichen Stunden durfte ich dann endlich „Feierabend“ machen und den Rest des Abends genießen.

Ansonsten kann ich mich über nichts beklagen. Na doch, ich werde wohl immer in der Woche zum Maybachufer fahren müssen, um Stoff zu kaufen, denn samstags haben die noch lange nicht diese große Auswahl, wie dienstags oder freitags. Wer weiß, ob ich dann noch die Zeit für’s Nähen habe. Ich will hoffen, dass mir wenigsten ein bisschen Zeit dafür bleibt. Ich muss doch mein Taschensortiment, welches hier zu Hause hängt, erweitern! Derzeit habe ich schon 12 Taschen genäht, bei denen man deutlich sieht, welche in der Anfangsphase meiner Nähkarriere entstanden sind und welche nicht. Meine Lieblingstasche habe ich bereits auserkoren. Irgendwann wird die Kategorie „Lieblingstasche“ etwas größer werden, denn ich nähe kaum noch eine Tasche nach, die ich im Internet finde. So wie meine kleine Umhängetasche mit dem tollen Muster oder meine große Schultasche.

Aber jetzt heißt es für mich erst einmal: Schule.

 

 

5 thoughts on “Die letzten Stunden

  1. Achso, eigentlich wollte ich ja noch was schreiben! Fällt mir gerade ein :)

    Die Ferien waren leider nicht die schönsten, die ich erleben durfte – aber dennoch, es kommt immer darauf an, was man draus macht. So einfach ist das.

    Ich finde es jedenfalls super, dass du dich langsam ans Babysitting wagst. Erfahrung schadet nie, lass uns nur hoffen, dass dieser „Minijob“ mit deiner Schule korreliert. :)

  2. na kleine Vanni

    nun sind ja schon ein paar Tage Schule ich hoffe mal das du Dich nun wieder eingearbeitet hast.
    Und die Schule nun nicht mehr ganz so stressig ist.
    Na bald sind ja wieder Oktoberferiern da kannst du dich ja ausruhen :-)

  3. Bio Leistungskurs – eine gute Wahl, kann ich nur empfehlen ;D

    @Tafel: Das Wort „korrelieren“ musst du mir in dem Zusammenhang nochmal erläutern – da wir wie auch immer natürlich von positiver Korrelation bei viel Spaß mit deiner „Püppi“ ausgehen, wird das ein super Schuljahr ;)

  4. @H. Also korrelieren ist in meinen Augen als „Zusammenspiel“ anzusehen. Lt. Internet auch „miteinander in Wechselbeziehung stehen“, was sich im weiteren Sinne mit meiner Definition deckt. So gesehen – noch Fragen? :)

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